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Ausbildung im Projektmanagement zur/ zum
"Zertifizierten Projektmanagement-Fachfrau /-mann IPMA-GPM"

Die Unternehmen der deutschen Wirtschaft suchen händeringend nach erfahrenen und hochqualifizierten Mitarbeitern. Nach aktuellen Studien z.B. des Bundesverbandes der Digitalen Deutschen Wirtschaft (BVDW) e.V., besteht der höchste Bedarf in den Bereichen Projektmanagement. Als Folge gibt es eine Fülle von Möglichkeiten sich qualifizieren zu lassen, das Marktangebot an Projektmanagementausbildung ist aber weder einheitlich noch übersichtlich, Beratungshäuser, Bildungseinrichtungen und Hochschulen konkurrieren mit anderen Schulungsanbietern. Meist werden beispielsweise Studiengänge im Projektmanagement als Nachdiplom-Studiengänge angeboten, Voraussetzung hierfür ist in der Regel ein technisches Ingenieurs- oder wirtschaftswissenschaftliches Studium. Die Ausbildungen folgen unterschiedlichen didaktischen Modellen, und die Qualität ist nicht immer nachvollziehbar.
Bei den Kunden besteht ein Bedarf nach "Qualitätsmerkmalen für eine gute PM-Ausbildung. In der Folge sind in den vergangenen Jahren Lehrgänge in den Blickpunkt gerückt, die zu einer international anerkannten Projektmanagement-Zertifizierung führen. International agierende Fachverbände vergeben die Zertifizierungen, sie definieren den Lehrplan und die Zertifizierungsrichtlinien. Selbst Universitäten und Fachhochschulen orientieren sich mit ihren Projektmanagement-Studiengängen an diesen Dachverbänden. Auf dem deutschsprachigen Markt sind vor allem die "International Projektmanagement Association" (IPMA) sowie das "Project Management Institut" (PMI) präsent. Seit einigen Jahren gibt es auch PRINCE2-Zertifikate. Immer mehr Fachkräfte möchten sich zertifizieren lassen. Viele Unternehmen haben darauf aufbauend individuelle Ausbildungs- und Förderprogramme entwickelt, die sowohl auf internen Projektmanagement-Leitfäden als auch auf internationalen Standards aufbauen können. Oft wird daraus ein systematisches Laufbahnmodell abgeleitet, das neben der Karriere in der Linienorganisation auch eine Projektmanagement-Laufbahn ermöglicht. Ein Großteil solcher interner Qualifizierungsprogramme ist in der Regel auf diese externe Zertifizierung ausgerichtet, um sowohl für das Unternehmen, als auch für den Mitarbeiter den höchstmöglichen Nutzen zu erzielen.

Was bringt eine Zertifizierung dem Zertifikanten persönlich?

Von einem anerkannten Zertifikat profitiert dessen Inhaber in mehrfacher Hinsicht. Der Zertifikant erhält
  • eine neutrale Bestätigung seiner PM-Qualifikation (Wissen und Erfahrung),
  • einen (international anerkannten) Titel,
  • bessere Chancen auf dem unternehmensinternen und dem öffentlichen Arbeitsmarkt,
  • mehr Selbstvertrauen in die eigenen (Projektmanagement-) Fähigkeiten infolge der erfolgreichen Zertifizierung sowie
  • evtl. die Möglichkeit, seine Karriere zu beschleunigen.
Was bringt die Zertifizierung der jeweiligen Organisation?

Auch die Organisationen, also der Arbeitgeber des zertifizierten Projektmanagers sowie dessen Geschäftspartner und Kunden, profitieren von einer Zertifizierung. Die Zertifizierung von Projektmanagern
  • führt zu gesteigerter Qualität, langfristigen Kostensenkungen und erhöhter Termintreue im Projektgeschäft
  • reduziert bei unternehmensübergreifenden und/oder internationalen Projekten Reibungsverluste, die durch das unterschiedliche Verständnis von Projektmanagement und seinen Begrifflichkeiten entstehen können,
  • sorgt für einen einheitlichen und vergleichbaren Qualitäts- und Qualifikationsstandard für Projekt- und Projektmanagement-Personal,
  • ermöglicht den Nachweis von Projektmanagement-Kompetenz gegenüber dem Kunden, was einen Wettbewerbsvorteil darstellen kann (z.B. bei der Akquisition von Projektaufträgen, besonders wenn ein zertifizierter Projektmanager gefordert wird) ,
  • leistet einen Beitrag zur betrieblichen Personalentwicklung (z.B. Projektmanagement-Laufbahnmodell im Unternehmen) und
  • kann einen Image-Gewinn bewirken.
Der Bedarf an Zertifizierungen im Projektmanagement resultiert aus drei Umständen:
  1. Projektmanagement wird sehr unterschiedlich verstanden, gelernt und gelebt. Daraus ergeben sich häufig Widersprüche und Verständnisprobleme, vor allem bei internationalen oder organisationsübergreifenden Projekten. Wer hat nicht selbst schon die Erfahrung gemacht, bei einem neuen Kunden oder Arbeitgeber mit unbekannten Projektmanagement-Leitfäden, -Formularen, -Strukturen, -Begriffen und -Kulturen konfrontiert zu werden? So entstehen hohe Einarbeitungskosten und Reibungsverluste. Eine Zertifizierung schafft neben einem einheitlichen Wortschatz auch ein gemeinsames Verständnis von Projektmanagement.
  2. Die Bedeutung von Projekten in Organisationen hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Entsprechend ist auch der Bedarf an professionellen, also gut ausgebildeten und erfahrenen Projektleitern gestiegen.
  3. Die Titel "Manager", "Projektmanager" oder "Projektleiter" sind, im Gegensatz zu Diplom-Titeln oder Berufsbezeichnungen der IHK, nicht geschützt. Im Projektalltag nehmen Personen mit unterschiedlichsten Qualifikations- und Erfahrungsniveaus Aufgaben im Projektmanagement wahr. Dadurch wird die Projektbesetzung schwieriger. Außerdem kann sich der Kunde nicht auf eine durchgängig hohe Qualität des Projektmanagements beim Auftragnehmer verlassen. Zertifikate helfen dabei, mehr Objektivität zu erreichen, sogar unternehmens- und länderübergreifend, wenn sie auf internationalen Standards aufbauen.
Das Angebot der BBS TGHS
 
Die BBS TGHS bietet im Rahmen ihrer Technikerausbildung, integriert in das zugrundeliegende Modulsystem, eine hochqualifizierte Projektmanagementausbildung nach höchsten Qualitätsstandards an für alle angehenden Techniker. Hierbei besteht für die Teilnehmer die optionale Möglichkeit einen international anerkannten Titel im Projektmanagement zusätzlich zu erlangen. Wir orientieren uns mit unserer Qualifizierung am oben erwähnten Zertifizierungsprogramm der GPM/IPMA. Dies ist aus unserer Sicht die wissenschaftlichste und zugleich umfassendste Kompetenzgrundlage im Projektmanagement. Die IPMA (International Project Management Association) ist der ursprünglich aus Europa stammende und inzwischen weltweit engagierte und mittlerweile führende internationale Dachverband für Projektmanagement mit Sitz in den Niederlanden. Ihr gehören die nationalen Projektmanagement-Verbände aus rund 40 Ländern mit weltweit rund 40.000 Mitgliedern an.
Die deutsche Vertreterin in der IPMA ist die 1979 gegründete GPM (Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.) mit etwa 4.000 Firmen-, Organisations- und Einzelmitgliedern. In Österreich ist es pma (Projekt Management Austria) und in der Schweiz die SPM (Schweizerische Gesellschaft für Projektmanagement).
Die Personen-Zertifizierungsstelle PM-ZERT der GPM vergibt eine Reihe von Zertifikaten im Projektmanagement, wie z.B. den Projektmanagement-Fachmann Level-D. Die Abnahme der Prüfung erfolgt extern und nach den strengen Vorgaben der IPMA (International Projektmanagement Assoziation), dem weltweit führenden Dachverband im Projektmanagement. Dieser Verband definiert die Lehrpläne und die Zertifizierungsrichtlinien für diese Ausbildung. In einem über Jahrzehnte gereiften Prozess wurden hierbei, in internationaler Abstimmung und unter Beteiligung der GPM Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e. V., die ICB (international competence baseline) entwickelt, die aktuell in der Version 3.0 vorliegt. "Kompetenzbasierendes Projektmanagement" ist ein Gemeinschaftswerk, an dem insgesamt 80 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligt waren. Diese beinhaltet 46 Kompetenzfelder, die von den ca. 45 weltweit aktiven Gesellschaften für Projektmanagement gemeinsam abgestimmt und definiert sowie von der GPM detailliert beschrieben wurden.
 
Alleinstellungsmerkmal der BBS TGHS
 
Unter den Einrichtungen mit einem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag ist diese Fachschule der BBS TGHS Bad Kreuznach, die erste und einzige Bildungseinrichtung in Rheinland-Pfalz, die eine Qualifizierung nach den Regularien der IPMA leisten kann. Die Verantwortlichen der BBS TGHS haben in den vergangen Jahren zunehmend festgestellt, dass in den regionalen Unternehmen ein Bedarf nach einer hochwertigen Ausbildung im Projektmanagement nach standardisierten Qualitätsmerkmalen besteht. Da sich hierdurch sehr gute Karrierechancen für die Absolventen unserer Fachschule ergeben, integrieren wir bereits seit mehreren Jahren in die Technikerausbildung die Qualifizierung zum zertifizierten Projektmanagement-Fachmann. Möglich ist dieses lukrative Angebot, weil der verantwortliche Dozent selbst über jahrelange Projekterfahrung auf höchstem Niveau und darüber hinaus über eine Zertifizierung in Projektmanagement verfügt.
Seit 1953 haben über 1.000 Facharbeiter den Abschluss zum staatlich geprüften Techniker an der Fachschule für Technik der BBS TGHS Bad Kreuznach erworben. Der Abschluss zum "Staatlich geprüften Techniker" wird in Teilzeit regulär nach einer 4-jährigen Ausbildung erreicht.
Die Zertifizierung der erfolgreichen Absolventen eines Projektmanagement-Fachmann / -frau mit Prüfung durch die Zertifizierungsstelle der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. gibt die Sicherheit, dass die Absolventen über ein solides Fundament verfügen, das verstanden und beherrscht wird. Nach Abschluss sind die Absolventen in der Lage, Projekte mittlerer Größenordnung abzuwickeln und bei großen Projekten als kompetente und steuerungskundige Teilprojektleiter mitzuwirken.

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